Rund 1,4 Millionen Lernende haben sich in den vergangenen fünf Jahren im vhs-Lernportal registriert – und nicht eine Person musste allein lernen. Auf der Online-Lernplattform des Deutschen Volkshochschul-Verbands (DVV ) werden alle Lernenden tutoriell betreut: Für diejenigen, die unabhängig von einem Kurs lernen, übernehmen geschulte Online-Tutor*innen die Lernbegleitung.
In dieser Ausgabe werden das Konzept Lebenswelt untersucht und sein Potenzial für das Weiterbildungshandeln, aber auch seine Grenzen ausgeleuchtet. Wie kann der Anspruch an Lebensweltorientierung eingelöst werden, wenn es zahlreiche limitierende Faktoren gibt? Welche Orientierung kann der Lebensweltbegriff bieten?
Lebensweltorientierung von Erwachsenen- und Weiterbildung bedeutet auch, sich der Unterschiede der Lebenswelten von Lernenden und Lehrenden gewahr zu werden. Die reflektierte Auseinandersetzung mit dieser Unterschiedlichkeit ist pädagogisch voraussetzungsreich, dennoch aber, so der Autor, ein notwendiger Schritt einer weitergehenden Professionalisierung in der Erwachsenen- und Weiterbildung.
Im Bereich der Sozialen Arbeit werden Diskussionen um Lebenswelt und Sozialraumansätze seit langem geführt. Die Autorin überträgt die Erkenntnisse dieser Diskussionen auf die Erwachsenen- und Weiterbildung und zeigt auf, wie diese für die Veranstaltungsplanung und Ansprache von schwer zu erreichenden Zielgruppen eingesetzt werden können.
Die hochqualifizierten Vertreterinnen und Vertreter der Generation Y, die nun in Entscheidungspositionen vorrücken und zunehmend den Bedarf an Bildungsangeboten mitbestimmen werden, haben spezifische Erwartungen in Bezug auf die Nachhaltigkeit von Bildungsangeboten und -einrichtungen. Anhand von Fokusgruppeninterviews arbeitet die Autorin diese Erwartungen heraus und legt dar, welche Folgen dies für Bildungsanbieter hat.
Milieus und Lebenswelten beeinflussen die Haltung der Menschen zu Bildung und Lernen. Deshalb ist es im Sinne der Teilnehmendenorientierung unerlässlich, so der Autor, sich als professionell pädagogisch Handelnde mit diesen Konzepten auseinanderzusetzen, um die unterschiedlichen Sichtweisen und Erwartungen der Adressatinnen und Adressaten in den Blick nehmen zu können.
Welche praktischen Probleme ergeben sich bei der Anwendung der Lebensweltorientierung in der Erwachsenen- und Weiterbildung – und welche Deutungsmöglichkeiten bietet die Literatur? Hierzu beleuchtet der Autor zentrale Passagen eines Originaltextes der phänomenologischen Soziologie zur »Lebenswelt« (Schütz & Luckmann, 1975) sowie ihrer Rezeption durch einen Protagonisten der Erwachsenenbildungsforschung (Wittpoth, 2014).
Dieses Länderporträt informiert über die aktuelle Situation der Erwachsenen-/Weiterbildung in der Schweiz: über die gesetzlichen Grundlagen, die Institutionen und ihr Personal, über Angebote und Teilnahmequoten, Finanzierungsformen und internationale Kontakte. Das Buch enthält ausserdem einen historischen Abriss über die Entwicklung der Erwachsenenbildung. Ein abschliessendes Kapitel skizziert Tendenzen und Perspektiven, die den Weiterbildungsbereich in den nächsten Jahren prägen könnten. Das P…