In zehn Thesen lotet der Autor das Verhältnis von Wissenschaft und Praxis der Erwachsenenbildung aus. Beide Bereiche sind an vielen Stellen eng miteinander verwoben, ihr Verhältnis aber ist komplex und nicht friktionsfrei. Gleichwohl bleibt es, so das Fazit des Autors, im Sinne einer gegenseitigen Perspektivenanreicherung gestaltbar.
Welche Möglichkeiten bietet die Kompetenzorientierung im Bereich Alphabetisierung und Grundbildung? Wie weit ist die Kompetenzorientierung in den verschiedenen Grundbildungsbereichen fortgeschritten? Entlang des aktuellen Stands der Umsetzung in exemplarischen Inhaltsbereichen werden die Potenziale und Herausforderungen einer Orientierung an Lernergebnissen diskutiert.
An Fallbeispielen zeigt der Autor auf, wie Wissenschaft die Praxis von Lehrkräften der Erwachsenen- und Weiterbildung unterstützen kann. Wissenschaft für Praxis zu nutzen, ist kein Wert an sich, sondern Ausdruck der Verantwortung von Lehrenden für das Lernen der Teilnehmenden.
Das Lehrbuch stellt das Lehren und Lernen Erwachsener ins Zentrum der Erwachsenen- und Weiterbildung, das als ein Mehrebenensystem betrachtet wird. Unterschieden werden die Ebene der bildungspolitischen Steuerung, die Ebene der Organisationen, in denen Aufgaben der Leitung, des Managements und der Programm- und Angebotsentwicklung verortet sind, sowie die Ebene der Lehr-, Lern- und Beratungsprozesse. Die Wirkungen der Erwachsenenbildung werden als Ergebnis einer Ko-Konstruktion der Handlungen v…
Friedrich Eberhard von Rochnow war 1791 Mitbegründer der Märkischen Ökonomischen Gesellschaft zu Potsdam und wurde ihr erster Direktor. Die Gesellschaft beschäftigte sich mit allen zeitgenössischen Themen zur Hebung der landwirtschaftlichen und gewerblichen Produktion.
In der Renaissance wurden Teile der Antike wiederbelebt und mit Elementen der Gegenwart verschmolzen. So entstanden neue mentale, soziale und kulturelle Strukturen. Als zwei sich polar gegenüberstehende Protagonisten, von denen die weitere Entwicklung des Lernens stark beeinflusst wurde, können Johann Amos Comenius und Francis Bacon aufgefasst werden.
Augustinus als Dialog angelegter Text „De magistro“ unterscheidet und differenziert das menschliche Lernen, indem dargestellt wird, dass Worte nur Zeichen sind. Die das Lernen anregende Wirksamkeit des Lehrens gründet demnach weniger in den Worten als in der Beziehung zwischen Lehrer und Schüler. Damit ist „De magistro“ die erste ausdrücklich dem Lehren und Lehrersein gewidmeten Monographie der abendländischen Geistesgeschichte.