Im Rahmen des Dissertationsvorhabens wurde untersucht, welchen Beitrag eine sozialraumorientierte Forschungsperspektive zum Verständnis der (Nicht-)Teilnahme an organisierter Weiterbildung sogenannter „bildungsferner Gruppen“ leisten kann. Die sozialraumorientierte Perspektive bestimmt sowohl den theoretischen als auch den methodischen Rahmen der Untersuchung. Als Teilstudie des Projektes „Lernen im Quartier – Bedeutung des Sozialraums für die Weiterbildung“ (LIQ) am Deutschen Institut für Erwa…
Ausgehend von Überlegungen zum Verhältnis von Lebenslauf und Biografie werden in diesem Artikel zunächst mit einer Konzentration auf den Lebenslauf die Kontexte des Lernens näher beleuchtet, wie sie in (inter-)nationalen Studien erforscht werden. Die Differenz von lebenslaufbezogener und bildungsbiografieorientierter Forschung wird anschließend spezifisch unter einer methodologischen Perspektive pointiert, um die Frage zu klären, welche methodischen Designs aktuell angemessen erscheinen, um Ler…
Die Regelung des heterogenen Bildungs- und Prüfungsbereichs führt notwendigerweisezu einem Aufeinandertreffen und Miteinanderarbeiten von Akteuren, die unterschiedliche Positionen vertreten und unterschiedlich handeln. In einem Forschungsprojekt, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), wurde die „Umsetzung der Prüfungsbestimmungen von Fortbildungsprüfungen in der Prüfungspraxis“ beispielhaft anhand von drei bundeseinheitlich geregelten Fortbildungsordnungen und -…
Obwohl die erwachsenenpädagogische Forschung sich ethischen Fragen nur schwerlich verschließen kann, ist bisher kaum empirisch erforscht, welche Akteursgruppen berufsethische Fragen behandeln und welche konkreten ethischen Probleme sich in der Erwachsenenbildung stellen. Die Autoren gliedern das Feld der Erwachsenenbildung in drei Bereiche von Verbänden und Organisationen und untersuchen diese auf die Frage hin, welche ethischen Standards bereits vorhanden sind und wie diese implementiert wurde…
Der Beitrag beschreibt ein Strukturmodell von Gesundheitskompetenz bestehend aus Basisfertigkeiten und weiterentwickelten Fertigkeiten, die sich wiederum auf eine perzeptiv-motivationale und eine handlungsorientierte Ebene beziehen. Im Unterschied zur health literacy ist das Modell vom klinischen Kontext abgelöst und als Lebenskompetenz für Gesundheit angelegt. Der Beitrag wirdmet sich auch der empirischen Überprüfung des Modells sowie der Frage, wie die Kompetenz erworben werden kann.
Das wissenschaftliche Interesse an Erzählungen hat in den letzten Jahren rasant zugenommen. Heute ist die narrative Analyse ein fester Bestandteil in zahlreichen Forschungsdisziplinen. In ihrer Studie beleuchtet Marianne Horsdal die Geschichten, die Menschen über ihr Leben erzählen, aus so vielen Perspektiven wie möglich. Sie zeigt die Verbindungen zwischen verschiedenen Strängen der Erzählforschung auf und macht deutlich, dass das theoretische Verständnis des Narrativen untrennbar mit den Meth…
Jyri Manninen stellt empirische Daten zu »wider benefits of lifelong learning« vor, die er in Einrichtungen der freien Erwachsenenbildung (Zentren für Erwachsenenbildung, Volkshochschulen, Sommerkurse an Universitäten, Studien- und Sportzentren) in Finnland 2007 erhob. Zur Darstellung der Ergebnisse wurde ein »Modellkonzept zu den wider benefits of learning« entwickelt, welches eine fünffache Feineinteilung des Begriffs »benefits« vorsieht: 1. »Den Lernprozess betreffende Benefits«, 2. »Direkte…
Der vorliegende Beitrag basiert auf einer qualitativ-empirischen Studie, die der erwachsenenpädagogischen Lehr-/Lernforschung zuzuordnen ist. Untersucht wurden Basisbildungskurse, genauer, welche Chancen sich für bildungsbenachteiligte Erwachsene durch deren Besuch eröffnen und was zwischen Kursleitenden und Teilnehmenden tatsächlich „passiert“. Ein konstituierendes Merkmal der Kurse ist die Unterschiedlichkeit der Teilnehmenden. Anhand exemplarischer Auszüge aus dem Datenmaterial wird gezeigt,…
In diesem Beitrag werden aktuelle Entwicklungen in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung (EB/WB) daraufhin befragt, inwiefern sie als Antworten auf einen gesellschaftlichen Wandel des Umgangs mit Wissen und Nicht-Wissen gedeutet werden können. Vor dem Hintergrund des Diskurses zur Wissensgesellschaft und empirischer Befunde zur Veralltäglichung der Wissensvermittlung werden Beispiele für eine Differenzierung, eine Forcierung und eine Entgrenzung der Aneignungsorientierung aufgezeigt. Während sic…