Vor dem Hintergrund einer seit mehr als zehn Jahren andauernden Debatte um Möglichkeiten für eine Verbesserung der naturwissenschaftlichen Bildung in Deutschland zielen die im Folgenden präsentierten Überlegungen darauf ab, den Beitrag der organisierten Erwachsenenbildung für eine Veränderung des Status Quo zu umreißen. Ausgegangen wird von der quantitativen Randständigkeit des Angebots, bevor der Blick auf didaktische Arrangements und Konzepte gerichtet wird. Diese werden auf der Grundlage ein…
Erfahrungen brauchen Zeit. Dieser Aspekt rückt ins Zentrum der Betrachtung, wenn Bildungszeit nicht unter dem Gesichtspunkt ihrer Ausnutzung, sondern ihrer Ermöglichung thematisiert wird. Der Beitrag fasst die Bildungszeit Erwachsener als eine qualitative Größe, die inhaltlich gestaltet werden muss. Die Struktur von Bildungszeit wird dabei als Moment der Verzögerung gefasst. Verzögerung wird nicht verstanden als passives Untätigsein, sondern als angestrengtes Tätigsein gegen den Druck der Zeit.…
Dieser Beitrag untersucht die Lernfeldorientierung der Berufsbildung vor dem Hintergrund des Themenschwerpunkts „Beruf und Bildung“. Ausgangs- und Bezugspunkt dabei ist die Frage, ob und in welcher Hinsicht das Lernfeldkonzept zu einer konstruktiven Wendung der Dialektik von Bildung und Beruf beitragen kann. Dazu wird zunächst das Verhältnis von Bildung und Beruf beleuchtet. Im zweiten Schritt wird der aktuelle erwachsenenpädagogische Didaktikdiskurs im Hinblick auf das vorab konstatierte Spann…
Mit dem Jubiläumsheft zum 30-jährigen Bestehen des REPORT wird in der Erwachsenenbildung Gedachtes, Erforschtes und Aufgeschriebenes noch einmal vergegenwärtigt und perspektivisch weitergedacht. Hierzu wurden Texte der beiden Gründungsherausgeber, Horst Siebert und Johannes Weinberg, aus 30 Jahren REPORT zu sechs Themenkomplexen gebündelt und aus heutiger Sicht noch einmal neu gelesen. Gerahmt werden die Beiträge durch zwei Interviews die zum einen den Blick zurück und zum anderen den Blick nac…
Die hier in Augenschein genommenen Texte von Horst Siebert und Johannes Weinberg zu didaktischen Fragen der Erwachsenenbildung umfassen nahezu den gesamten Erscheinungszeitraum des REPORT. Vor diesem Hintergrund geht der Autor der Frage nach, welchen Beitrag die ausgewählten Texte und damit die Zeitschrift zur Entwicklung der Erwachsenenbildungswissenschaft liefern und welche Auseinandersetzungen der Disziplin sich darin wiederfinden. Aufgezeigt werden der erreichte Stand und künftige Perspekti…
„Vom Lernen zum Lehren“? Mit diesem Titel bewusst zuspitzend weist das vorliegende Buch den Weg von einer empirisch fundierten Analyse des Lernens Erwachsener zu einem lerngerechten didaktischen Handeln in der Weiterbildung. Mit diesem „DIE spezial“ legt das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE) eine im Feld lange ersehnte Zusammenschau interdisziplinärer Lern- und Lehrforschung vor. Das Buch geht zurück auf die Arbeit zweier internationaler Forschergruppen, die – initiiert vom DIE …
Für den Autor ist der Lernortbegriff wie ein Omnibus: Im lebenslangen Lernen wird immer und überall gelernt. Dennoch ist der Begriff als Betrachtungsperspektive und als heuristischer Schlüssel wichtig. Der Autor geht den unterschiedlichen Facetten des Begriffes nach und formuliert Aufgaben von Lernorten, gerade im entgrenzten Lernraum des lebenslangen Lernens. Er verweist durchaus kritisch auf einzelne Auswüchse der Lernortentwicklung, bei denen die didaktische Gestaltung hintangestellt wurde.
Vermitteln lerntheoretisch betrachtet „Vermitteln“, „Vermittlungstheorie“ und „Vermittlungswissenschaft“ sind derzeit Gegenstand theoretischer Diskussionen und praktischen Handelns im didaktischen Bereich, was zum Anlass genommen wird zu prüfen, ob und wie Erkenntnisse und Konzepte aus der Lern- und Lehrforschung zur Konzeptualisierung einer solchen Didaktik beitragen können. Ausgehend vom lernenden Subjekt wird ein Rahmen für Lernen und Lehren entwickelt, in dessen Zentrum die komplexe und…
Schwerpunktthema dieser Ausgabe des REPORT ist das didaktische Handeln in der Erwachsenenbildung und damit verbundene Fragen wie die Ermittlung von Bildungsbedarf- und Bedürfnissen, Programm- und Veranstaltungsplanung. Neue didaktische Aufgaben wie die Unterstützung selbstgesteuerten Lernens, E-Learning, Lernberatung und Qualitätssicherung machen Überlegungen notwendig wie: Lässt sich lebenslanges Lernen überhaupt didaktisieren? Brauchen wir eine Didaktikfolgenabschätzung? Sind Erwachsene nich…