Der Beitrag beschreibt die »Dorfbildungstage« als ein spezifisches didaktisches Format, das in den Tälern der autonomen italienischen Provinz Südtirol verbreitet ist. Seine regionale Bedeutung enthält das Format durch die Einbeziehung eines inter-ethnischen Moments. In den ländlich geprägten Gemeinden, in denen sich das Trennende der ethnischen Gruppen immer wieder in den Vordergrund drängt, prägen die Dorfbildungstage eine Kultur gemeinsamer und ehrenamtlicher Gestaltung des Lernens im Dorf du…
Im Herbst 2009 jährt sich der Mauerfall und damit die Auflösung der Machtblöcke von Ost und West zum zwanzigsten Mal. Die Transformation der postsozialistischen Welt ist seither in vollem Gange und die Weiterbildung unterschiedlich involviert. Im Heft stehen vor allem die Prozesse eines Transfers von Strukturen und Konzepten der Weiterbildung im Fokus. Auf der Einbahnstraße der nachholenden Modernisierung mussten dabei Unfälle passieren (so erging es etwa der ersten Programmgeneration von QUE…
Weiterbildner stehen vor der Herausforderung, die Kompetenzen ihrer Teilnehmer zu erkennen und zu bewerten. Nehmen sie im Sinne einer „Output“-Orientierung die tatsächlichen Fähigkeiten und den Lernerfolg der Teilnehmenden in den Blick, bietet sich ihnen ein breites Spektrum von Möglichkeiten der Kompetenzerfassung. Dieses Buch erläutert verschiedene Bereiche und Ziele der Kompetenzerfassung, beschreibt Methoden und Instrumente und liefert Tipps für die Praxis. Dabei zeigen die Autorinnen Wege…
Thematisch widmet sich dieses Heft den Messverfahren in der Weiterbildung. Diese lassen sich auf verschiedenen Ebenen wiederfinden. Da Kompetenzorientierung in der bildungspolitischen Diskussion derzeit eine zentrale Rolle spielt, soll eine Fragestellung darauf abheben zu erkunden, wie (formell oder informell) erworbene Kompetenzen dokumentiert und zertifiziert werden können. Eine andere Frage soll den Möglichkeiten nachgehen, wie die Beteiligung an Weiterbildung gemessen wird. Auf organisation…
Der Beitrag fragt in einer empirischen Perspektive nach der Bedeutung von Lernberatung in Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Anhand einer quantitativen Programmanalyse zeigt sich, dass Lernberatung bzw. ihre weiteren semantischen Operationalisierungen nur in stark selektiver Form in den Programmen auftauchen und damit lediglich in bedingter Weise den programmatisch-theoretischen Diskurs über Lernberatung abbilden. Diese Leerstelle wird sowohl in der Perspektive eines empirisch-institutionell…
In der öffentlichen Debatte wurden in den letzten Jahren Computerspiele zumeist äußerst kritisch betrachtet. Dabei wurden häufig die negativen Folgen des Konsums von Computerspielen diskutiert. Schlagwörter wie „Killerspiele“, „Computerspielesucht“ und „soziale Isolation“ durch Computerspiele waren in der Debatte zu vernehmen (vgl. Mies, 2008). Bei einer differenzierteren Betrachtung von Computerspielen wird deutlich, dass Computerspiele neben den Risiken auch durchaus positive Wirkungen haben,…
In der erwachsenenpädagogischen Praxis wird das Spiel als Formgebungsprozess mit langer Tradition sehr geschätzt. Spielen eröffnet einen »Möglichkeitsraum« (Jakob L. Moreno), um die eigenen Fähigkeiten in einem ganzheitlichen Spektrum zu erfahren und zu entwickeln. Lernspiele, Planspiele, Rollenspiele, Spielen in Theaterformen, Warm-Up- und andere Spiele mehr sprechen eine deutliche Pro-Spiel-Sprache aus der Praxis der Erwachsenenbildung. Ganz anders stellt sich dies in der Theoriebildung bzw. …
Was macht das Spiel pädagogisch interessant? Welche Bildungspotenziale bieten Spiele? Was rechtfertigt den Spiele-Einsatz in der Erwachsenenbildung? Der folgende Beitrag, verfasst von einem Mitarbeiter der Akademie Remscheid als einer führenden spielpädagogischen Fortbildungseinrichtung, gibt Antworten auf diese Fragen – nicht zuletzt anhand von zahlreichen BeiSpielen aus der Praxis.