Mit vielen Initiativen – der Nationalen Weiterbildungsstrategie, der Nationalen Bildungsplattform und der Online-Bildungsplattform – hat die Bundespolitik seit einiger Zeit ein Augenmerk auf die Weiterbildung gelegt. Wie ist der Stand der Initiativen? Sind wir wirklich auf dem Weg in eine »Weiterbildungsrepublik«?
Je kleiner ein Unternehmen, desto geringer fällt die Weiterbildungsquote der Beschäftigten durchschnittlich aus. Weiterbildungsverbünde sind geschaffen worden, um KMU dabei zu unterstützen, Weiterbildungsbedarfe zu identifizieren und geeignete Angebote zu finden. Die Autor*innen berichten anhand von Ergebnissen der wissenschaftlichen Begleitung über förderliche und hinderliche Faktoren in der Errichtung der Verbünde.
Bildung im Alter zielt auf Orientierung und erweiterte Handlungsspielräume sowie auf Vernetzung in der realen und digitalen Welt – um den Herausforderungen und Chancen beim Älterwerden positiv begegnen zu können. Als erfolgversprechend erweist sich der Ansatz, dass das Bildungspersonal in Einrichtungen der Erwachsenenbildung als Lern- und Engagementbegleitung engagierte Digitalpat*innen weiterbildet und in deren Praxis fachlich unterstützt.
Im vergangenen Jahr hat der »Expert*innenkreis Weiterbildung« der Heinrich-Böll-Stiftung ein Konzept für eine Governance-Struktur der beruflichen Weiterbildung entwickelt, die eine wirkungsvolle und transparente Steuerung des Weiterbildungsbereichs verspricht. Die Autorin stellt hier die Grundzüge der geforderten Governance-Struktur vor.
Die Entwürfe der Weiterbildungsrepublik konzentrieren sich stark auf die berufliche und betriebliche Weiterbildung. Doch auch für die allgemeine und die politische Erwachsenen- und Weiterbildung gibt es vielfältige Initiativen und Förderprogramme auf Bundesebene, die zu einer Weiterbildungsrepublik gezählt werden können. Der Autor diskutiert, welchen Beitrag sie zu einer Weiterbildungsrepublik beisteuern, und zeigt Desiderate auf.
Mit ihrer Reform zum »Kontinuierlichen Lernen« hat die finnische Regierung Instrumente zur weitreichenden Anerkennung non-formal erworbener Kompetenzen geschaffen. Der Autor schildert die Entwicklungen zum kompetenzbasierten Lernen in der finnischen Erwachsenenbildung und gibt einen Einblick in Voraussetzungen und Vorteile dieser Anerkennungspraxis.
Wie äußert sich Ambiguität in heutigen Gesellschaften und warum ist Ambiguitätstoleranz gerade in Demokratien wichtig? Und was ist der Unterschied zwischen Ambiguitätsintoleranz und den Grenzen der Ambiguität? Darüber spricht Redaktionsleiter Jan Rohwerder mit Prof. Dr. Hans-Georg Soeffner, emeritierter Professor für Allgemeine Soziologie an der Universität Konstanz, Vorstandsmitglied und Permanent Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI), Seniorprofessor und Sprecher des Bonner …
Träger beruflicher Bildung, so der Autor, müssen sich zu Bildungsdienstleistern entwickeln. Mit Hilfe agiler Führung können sie sich als resiliente Organisationen aufstellen, um im gesamtgesellschaftlichen Transformationsprozess erfolgreich im freien Bildungsmarkt zu bestehen.