Angesichts des beschleunigten Strukturwandels („Transformationsgesellschaft“) kann sich betriebliche Weiterbildung nicht mehr auf vertraute Lehr-/Lernformen stützen. Sie muss zur Entwicklungsbegleitung werden, unter der Führungskräfte zu ständiger Selbstbeobachtung geleitet werden („Reflexionskultur“). Dass solche Kulturformen bereits empirisch nachweisbar sind und inwiefern sie als pädagogische Kommunikation verstanden werden können, zeigt die Autorin anhand von Experteninterviews aus einem Fr…
Auf nationaler und internationaler Ebene stehen unterschiedliche Finanzierungsmodelle für lebenslanges Lernen zur Diskussion: Selbstfinanzierung (auch durch Darlehen), Finanzierung über ein einkommensabhängiges Transfer-Versicherungssystem, staatliche Finanzierung über individuelle Bildungsgutscheine oder Finanzierung durch Betriebe und Fonds. Der Autor beschreibt Schwächen und Stärken der jeweiligen Modelle und plädiert für eine Form der Mischfinanzierung in der Weiterbildung.
Für Klein/Reutter verbindet sich mit Lernberatung eine Konzeption beruflicher Erwachsenenbildung, die Antworten auf die Anforderungen des lebenslangen und selbst organisierten Lernens aus der Perspektive der organisierten Erwachsenenbildung gibt. Im Zentrum der didaktisch-methodischen Überlegungen stehen die Lernenden mit ihren Interessen, (Lern-)Zielen und ihren biografisch erworbenen Haltungen und Kompetenzen zum Lernen. Im Aufsatz werden mit Blick auf die Weiterbildungseinrichtungen die notw…
Rohs/Käpplinger zeigen auf, dass der Lernberatungsbegriff – ähnlich wie früher der Schlüsselqualifikationsbegriff – aktuell eine Entgrenzung erfährt. Er ist eine Art „Omnibus“, in dem die unterschiedlichsten Protagonisten und Konzepte Platz finden. Nichtsdestotrotz lassen sich aufschlussreiche Gemeinsamkeiten und Traditionslinien in der Begriffsverwendung in der Weiterbildungslandschaft ausmachen, die bis zu Schulenberg in die 1960er und 1970er Jahre zurückreichen. Lernberatung scheint insgesa…
Industriemeister sind heute zunehmend als „Manager in der Produktion“ tätig, der eigenverantwortlich Teams koordiniert und zur Lösung mittelfristiger Aufgaben beiträgt. Um angehende Meister optimal auf die neuen Herausforderungen vorzubereiten, werden in den Lehrgängen „Betriebliche Situationsaufgaben“ eingesetzt, die ein reales Problem schildern und sowohl technisch-organisatorische Fragen als auch Aspekte der Personalführung berühren. Das Projekt „Meisternetz“ hat sich die Aufgabe gestellt, …