Die theoretische Diskussion zur Alphabetisierungsarbeit ist im deutschsprachigen Raum weit mehr von einer Defizitorientierung geprägt als die angelsächsische Debatte. Mit dem vorliegenden Beitrag wird dieses Theoriedefizit verkleinert, in dem der ethnographische Forschungsansatz von Barton/Hamilton zu Local Literacies für eine Erhebung empirischer Literalitätspraxen rezipiert wird. Das vorgestellte Projekt untersucht anhand eines Hamburger Stadtteils, wie und wofür Lesen und Schreiben genutzt w…
Im »neuen Ehrenamt« spielen mehr als früher eigene Lern- und Entwicklungsmotive eine wichtige Rolle. Der vorliegende Beitrag erhebt Einschätzungen Ehrenamtlicher zu lernhaltigen Motiven ihres Engagements und bezieht sie unter professionstheoretischer Perspektive auf ein Konzept hauptamtlicher Begleitung Ehrenamtlicher, die als Lern- und Entwicklungsbegleitung für das »Lernen im Engagement« beschrieben wird. Die Ausgestaltung dieser Rolle hängt davon ab, ob es sich dabei um aufgaben-, personen- …
Zur Erklärung des Weiterbildungsverhaltens Einzelner werden häufig soziodemografische, betriebs- und beschäftigungsbezogene Daten herangezogen. Obwohl Weiterbildungsbedarfe häufig unmittelbar im Arbeitskontext entstehen, konnten – nicht zuletzt aufgrund der vorhandenen Datenlage – tätigkeits- und arbeitsplatzbezogene Merkmale seltener berücksichtigt werden. Auf der Grundlage einer repräsentativen Befragung von rund 20.000 Erwerbstätigen im Jahr 2006 ist dies jedoch möglich. Die nachfolgenden mu…
Mit zunehmender Individualisierung von Bildungsverläufen wächst der Bedarf an Unterstützung bei der Suche nach maßgeschneiderten Bildungsangeboten. Die Beratung von Individuen und Organisationen gewinnt in diesem Kontext an Bedeutung. Das Heft nimmt sowohl theoretische Zugänge als auch bildungspolitische Entwicklungen in den Blick und widmet sich aktuellen Herausforderungen in unterschiedlichen Handlungsfeldern: der Qualifizierung von Berufsberater/inne/n, der Erforschung von Beratungsprozesse…
Prozessverläufe von Beratungen sind bislang ein nicht erforschtes Untersuchungsfeld in der Erwachsenenbildung. Es ist erforderlich, diese Forschungslücke für eine Professionalisierung der Beratung durch eine empirische Grundlagenarbeit zu schließen, da die Beratungsanforderungen wachsen. In diesem Aufsatz wird ein Forschungsdesign erläutert. Die methodische Anlage wird entwickelt und begründet.
Die Weiterbildung ist seit Jahren einem umfassenden Strukturwandel unterworfen. Dieses Buch zieht Bilanz, zeigt neue Perspektiven auf und präsentiert die Weiterbildung als Zunft mit Zukunft. Gegenstand der Betrachtung sind nebem dem praktischen Handlungsfeld auch Forschung und Politik der Weiterbildung. Namhafte Autorinnen und Autoren aus dem In- und Ausland bündeln auf spezielle Themen bezogen den Diskussionsstand und bieten konkrete Gestaltungsoptionen an. Auf diese Art und Weise entsteht ein…
Nach einigen grundsätzlichen inhaltlichen und methodologischen Klärungen zu einer an Höhne ausgerichteten empirischen Diskursanalyse weist der Autor mit dieser Methode drei mythologische Entwicklungsmodelle von Professionalität nach.
Ausgehend von Ergebnissen eines empirischen Forschungsprojekts wird das praxeologische Verhältnis von Wissen und Handeln im Prozess der Generierung relevantem Wissens in kleinen und mittleren Unternehmen dargestellt.
Nach einer Klärung des Begriffs "nachhaltiges Lernen" wird anhand empirischen Materials eines aktuellen Forschungsprojekts diskutiert, inwieweit beim nachhaltigen Lernen emotionale Faktoren eine Rolle spielen.
Der Beitrag liefert eine kurze Übersicht über einige Ergebnisse zur Entstehung und Auflösung von inneren Konflikten, die im Rahmen eines von der Verfasserin geleiteten Forschungsprogramms zur mentalen Selbstregulation in Lernprozessen von Erwachsenen gewonnen wurden sowie um praktische Konsequenzen für die Erwachsenenbildung.