Der Beitrag präsentiert einen bereichsspezifischen Qualifikationsrahmen für die Weiterbildung, der aus einem zweistufigen Modell (Grund- und einem Fortbildungszertifikat) besteht. Damit wird die Diskussion um EQF und DQR als Anlass und Chance für die Professionalisierung der Weiterbildung begriffen. Das Modell knüpft an Vorbilder aus Österreich und der Schweiz an und orientiert sich an deutschen Vorarbeiten.
Gender Mainstreaming ist eine zentrale, europaweite politische Handlungsmaxime. In der Wrwachsenenbildung ist davon indes noch nicht viel zu spüren. Wo es eine gendersensible Erwachsenenbildung gibt, orientiert sie sich bis heute stark am Differenzansatz. Im Blick auf Teilnahmequoten an allgemeiner und beruflicher Erwachsenenbildung und einer innerhalb der Segmente nochmals gegenderten Interessensaufteilung spricht der Autor von einer »doppelt geteilten Struktur«. Für die Zukunft fordert er ver…
Im Rahmen eines europäischen Projekts wurde ein Validierungsinstrument zur Validierung von erwachsenenpädagogischen Kompetenzen entwickelt, das im Beitrag vorgestellt wird. Die Validierung von Kompetenzen von Erwachsenenbildnern kann einen Schritt im Zusammenhang der Diskussion um Professionalisierung der Erwachsenenbildung darstellen. Das Instrument wird in seinen Zielen, dem zugrundeliegenden Kompetenzrahmenwerk und den einzelnen Prozessschritten beschrieben. Um einen Nutzen auch für Deutschl…
Das Berichtssystem Weiterbildung (BSW) war bis zuletzt die wichtigste Erhebung zur Weiterbildungsbeteiligung in Deutschland. Jetzt hat es Konkurrenz bekommen: den europäischen „Adult Education Survey“ (AES). Die Ergebnisse beider Repräsentativbefragungen der deutschen Bevölkerung liegen in diesem Band vor. Neben Aussagen zur Beteiligung, zum Zeitaufwand, zu Formen, Kosten, Nutzen und Themen von Weiterbildung werden Merkmale vorgestellt, die sich als zentrale individuelle und beschäftigungsbezog…
Die Frage, über wie viel naturwissenschaftliches Wissen heute ein/e Bürger/in verfügen sollte, um sich in einer schnell wandelnden Wissensgesellschaft zurecht zu finden bzw. an ihr aktiv Teil haben zu können, stellt sich heute in unterschiedlichsten Formen und Zusammenhängen. Der Artikel beabsichtigt, diesen Diskussionen entlang drei unterschiedlicher Linien zu folgen. Zum einen skizziert er die diskursiven Verschiebungen auf europäischer Ebene, zum anderen werden wesentliche Etappen der akadem…
Vor dem Hintergrund einer seit mehr als zehn Jahren andauernden Debatte um Möglichkeiten für eine Verbesserung der naturwissenschaftlichen Bildung in Deutschland zielen die im Folgenden präsentierten Überlegungen darauf ab, den Beitrag der organisierten Erwachsenenbildung für eine Veränderung des Status Quo zu umreißen. Ausgegangen wird von der quantitativen Randständigkeit des Angebots, bevor der Blick auf didaktische Arrangements und Konzepte gerichtet wird. Diese werden auf der Grundlage ein…
Zum Aufbau der für professionelles pädagogisches Handeln bedeutsamen Deutungskompetenz gilt die Arbeit an Fällen in der Erwachsenenbildung im Besonderen und der Lehrerbildung im Allgemeinen als eine geeignete Methode. Der Beitrag stellt etablierte Konzepte der Nutzung von Fällen für die Professionalisierung (von Lehrenden) in unterschiedlichen Kontexten vor. Dafür werden der Diskurs in der Erziehungswissenschaft – speziell der Erwachsenenbildung – und derjenige der psychologisch orientierten Le…
Der Umgang mit Störungen ist eine zentrale Herausforderung didaktischen Handelns. Der Beitrag nimmt verletzende, zurücksetzende oder anklagende Einlassungen von Teilnehmenden zum Anlass, Facetten eines professionellen Umgangs mit negativen Emotionen herauszuarbeiten. Frustrations- und Ambiguitätstoleranz werden theoretisch entfaltet, als Bestandteil eines umfassenden Gefühlsmanagements begriffen und als Kernkompetenz von Weiterbildnern profiliert. Der Beitrag schließt mit praktischen Anregungen…
„Alterung“ und „Schrumpfung“ lauten die Hiobsbotschaften des demografischen Wandels. Dass die heraufbeschworenen Probleme nicht zwangsläufig in die Katastrophe führen, zeigt Karl Otto Hondrich in seinem vielbeachteten Buch »Weniger sind mehr«. Diese eher konstruktive Haltung hat sich die Redaktion zu Eigen gemacht und nach möglichen Strategien im Umgang mit den anstehenden Herausforderungen gefragt. Antworten der Betriebe, der kommunalen Weiterbildungseinrichtungen und der Weiterbildungsadminis…