Der Beitrag geht der Frage nach, ob die Ableitung einer Didaktik der Erwachsenenbildung aus Besonderheiten des Erwachsenenalters nötig und möglich ist. Die Verfasser plädieren dafür, die Didaktik der Erwachsenenbildung in der Kontinuität der Lebensspanne als Modifikation einer dezidiert allgemeinen Didaktik zu verstehen und sie an den Merkmalen der sozialen Situation Erwachsener zu orientieren. Eine solche allgemeine „Didaktik für Erwachsene“ solle um spezielle „Didaktiken der Weiterbildung“ er…
Dieser Aufsatz unternimmt den Versuch einer strukturlogischen Rekonstruktion didaktischen Handelns in der Erwachsenenbildung. Didaktik wird als eine spezifische Praxis mit einer immanenten Eigen-Logik aufgefasst. Damit ist eine Perspektive eröffnet, um relevante Aspekte erwachsenengerechter Didaktik zu identifizieren. Diese ergeben sich nicht nur aus der Aufklärung sachlogischer Gelingensbedingungen des Lernens im Erwachsenenalter, sondern auch aus strukturlogisch bedingten Herausforderungen h…
Erwachsene sind unbelehrbar, aber lernfähig, so Horst Siebert. Sie lernen anders als Kinder und Jugendliche und bedürfen daher anderer Formen der Aneignung von Wissen, der Unterweisung und Kenntnisvermittlung. Wie gerechtfertigt ist dieses Paradigma der Erwachsenenbildung und welche Rolle spielen Inhalte? Inwiefern sind Lehrpläne und fachliche Analysen, darüber hinaus fachdidaktische Wissensbestände hilfreich? Ist eine gesonderte Didaktik für Erwachsene überhaupt gerechtfertigt? Diesen Fragen g…
Der Beitrag widmet sich den Besonderheiten der virtuellen Seminarform »Online-Gruppenlernen«. Am praktischen Beispiel des Online-Angebots »Marketing für Weiterbildner« im Rahmen des Fernstudiengangs Erwachsenenbildung des Distance & Independent Studies Center der TU Kaiserslautern wird geschildert, wie ein derartiges Seminar abläuft. Dabei wird insbesondere nach der Rolle und Funktion der Moderation eines derartigen Seminars gefragt. Auch kritische Themen wie die Anonymität des individuellen L…
Der Beitrag skizziert die Entwicklung, die das Internet seit den 1990er Jahren genommen hat und sieht drei wesentliche Grenzverschiebungen: 1. »Der User wird zum Autor«, 2. »Das Private wird öffentlich«, 3. »Jeder ist (s)ein Experte«. Auf dieser Grundlage werden Möglichkeiten und Grenzen der Erwachsenenbildung im Web 2.0 taxiert.
Der Beitrag liefert eine bildungstheoretische Reflexion des Lehr/-Lernraums in Bildungshäusern. Dabei wird Erwachsenenbildung als »lebensweltlicher Erkenntnisprozess« definiert, der besondere Anforderungen an die Architektur stellt. Joachim Ludwig macht in diesem Zusammenhang insbesondere darauf aufmerksam, dass Architektur stets mehr als ein Arrangement von Baumaterialien ist. Raumstrukturen enthalten vielmehr »Sinnangebote«, welche einen großen Einfluss auf die »Lebenshaltung« von Lernenden w…
Ausgehend von einem Recht aller auf Zugang zu öffentlich verantworteter Bildung geht der Autor der Frage nach, welche Dimensionen der Barrierefreiheit bei der Planung und Durchführung von inklusiven Bildungsveranstaltungen für Erwachsene zu berücksichtigen sind. Dabei werden bauliche Voraussetzungen nur gestreift. Der Schwerpunkt liegt auf Techniken barrierefreier Kommunikation, die mikrodidaktisch zugespitzt werden, etwa als das »Zwei-Sinne-Prinzip«. In einem letzten Absatz reflektiert der Bei…
Fachdidaktik ist die fachbezogene Schwester der allgemeinen Didaktik. Als Lehre von der Vermittlung einer bestimmten Sache legitimiert sie sich über deren Eigenwert. Mathematik lehrt man anders als Religion. Aber wie wichtig ist die »Sache« in der heutigen Erwachsenenbildung? Wer benötigt Fachdidaktik, wenn es nicht mehr um die Sache, sondern um Kompetenzen geht? Ist es dann überhaupt ein Problem, dass das Erwachsenenpädagogische Personal immer querschnittskompetenter wird? Ja, denn es droht d…
Wissen und Erfahrung gelten nicht nur aus der Perspektive der Altersbildung als zentrale didaktische Größen, sondern müssen auch für intergenerationale Lernkulturen mitgedacht werden. Dieser Beitrag fokussiert die Frage, wie Wissen und Erfahrung in intergenerationalen Lernkulturen aufgegriffen werden und wie sie pädagogisch inszeniert werden. Unterstützend werden dazu einerseits die theoretischen und auf der anderen Seite die empirischen Ergebnisse einer Studie herangezogen, die mittels einer t…