Die Gesellschaft befindet sich im stetigen Wandel. Technologische, demografische und ökologische Prozesse schreiten immer schneller voran und Arbeitsplätze verändern sich zunehmend. Dies erfordert, dass Mitarbeitende sich an die veränderten Bedingungen anpassen. Dazu gehört, dass sie lernen, kompetent mit digitalen Anwendungen umzugehen und sich Zukunftskompetenzen (Future Skills) wie Selbstmanagement, Anpassungsfähigkeit, Einfühlungsvermögen, kritisches Denken und selbstbestimmtes Handeln aneignen.
Für gering literalisierte Menschen kann es eine besondere Hürde sein, mit diesen Entwicklungen Schritt zu halten. Sich in einem Betrieb zu qualifizieren oder beruflich weiterzuentwickeln, ist besonders herausfordernd, wenn z. B. Fachbegriffe, komplexe Arbeitsanweisungen in schriftlicher Form, mathematische Unsicherheiten oder technische Innovationen im Unternehmen Schwierigkeiten bereiten.
Angesichts der Tatsache, dass 47,4 % der gering literalisierten Erwachsenen in Deutschland eine andere Herkunftssprache als Deutsch haben, ist es auch wichtig, Grundbildungsangebote stärker auf die Bedarfe zugewanderter Erwachsener auszurichten.
Daher orientieren sich die Verbundvorhaben bei der Definition der Zielgruppen an mindestens einer der Leitlinien „höher, breiter, integrativer“. Diese sollen dazu beitragen, dass Angebote, Beratungen und Förderungen besser auf die genannten Veränderungen abgestimmt sind: